Erlaubnisschreiben

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A.K.
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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von A.K. » 02 Mär 2017, 11:03

Meine Erfahrungen sagen, dass sehr viele etwas gegen die Datenerfassung in ihren Läden haben. Da hilft auch das Erlaubnisschreiben nicht immer weiter.
Für Streetspotr habe ich mal nen P&B Spot erledigt. Das war der erste Spot mit Erlaubnis überhaupt, bei SP, aber Bilder durfte ich dann doch keine machen. "Es könne da ja schließlich jeder mit so nem Schreiben kommen."
Wie Recht Sie doch hat. Hätte ich den Auftrag abgebrochen, wäre dann wohl der nächste in der nächsten Zeit dort aufgetaucht, mit eben diesen Schreiben ;).
Ich habe bei dem Spot angegeben, dass ich keine Erlaubnis erhalten habe innen zu photographieren, sollte dann meine Angaben mit Innenbildern belegen :shock:. Aber auch das ist ja bei Streetspotr wohl der allseits bekannte Standard :evil:

Fazit: Ob mit oder ohne Schreiben bleibt alles sehr willkürlich und man ist auf das Wohlwollen der Ladeninhaber angewiesen.
In einem Media Markt habe ich mich vorgestellt und mein Anliegen erklärt. Der Sicherheitsmitarbeiter hatte persönlich kein Problem damit, der zugerufene Mitarbeiter auch nicht und frug den Inhaber telefonisch, was ich sehr nett fand. Leider hatte aber der Inhaber etwas dagegen, also war's das an der Stelle. Schade, da es sich finanziell gelohnt hätte, aber was soll's. Ich habe keine Lust mir hier ein Hausverbot nach dem Anderen einzufangen. Das ist es nicht Wert.

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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von mobilfoto » 02 Mär 2017, 13:12

Die Agenturen stellen sich auch doof an. Es ist daraus zu erkennen, wie die Agenturen sich selbst sehen: als Handlager der Hersteller. Ohne eigenes Produkt, ohne eigene Wertschöpfung.Und ohne eigene Idee, wie man gut in die Märkte kommt.
Es wäre für jede Agentur möglich, ein eigenes Empfehlungsschreiben aufzusetzen. Netter Briefkopf mit dem Logo und eine knappe, klare Ansprache an den Marktleiter:

"DURCHGANGSSCHEIN

Sehr geehrte Filialleitung,

wir sind eine Agentur, die sich auf die statistische Auswertung von Promotionmaßnahmen spezialisiert hat. Gelegentlich ist es für uns erforderlich, dass Situationen vor Ort aus dem Blickwinkel des Kunden bewertet werden. Dazu senden wir Ihnen heute unseren freien Mitarbeiter. Diesen haben wir gebeten, in ihrem Markt Promotions zu benennen und seinen Eindruck zu schildern. Ihr Markt wurde nach Zufall ausgewählt. Eine Störung des Geschäftsbetriebs erfolgt nicht. Der Mitarbeiter muss seine Angaben durch Fotos belegen. Wir bitten, ihm dies zu gestatten.

Für Rückfragen erreichen Sie uns jederzeit unter 0000-000000 (Herr xxxxxx).

Mit freundlichen Grüßen
XYZ"

Wenn der Markt nicht will, dann will der nicht. Aber das könnte in den meisten Fällen helfen.
Ich fordere: Kein Auftrag unter 5 €!

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A.K.
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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von A.K. » 02 Mär 2017, 13:41

Jo, dazu vernünftige Adressdatenbanken, in denen vermerkt ist, ob das jeweilige Geschäft kooperativ ist oder nicht, dann könnte da langsam ein Schuh draus werden...
Im Grund müssten sich die Akteure mal wirklich zusammen setzen und versuchen, eine Vernünftige Einigung zu erreichen.
So wie die Agenturen arbeiten, muss sich niemand wundern, wenn immer wieder Händler ihre Probleme damit haben. Die Agenturen schicken jemanden, der illegalerweise den Laden ausspioniert. So sehen die das halt.

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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von Fuzzy » 25 Jul 2017, 14:42

Naja die Frage ist Ja auch immer für wen man Bilder macht. Ob nun für den Kunden selbst oder die Konkurenz. Das weiß man ja bei Streetspotr nie so genau.

Ich hatte auch mal einen P&B Spot. Auch mein erster mit Genehmigungsschreiben.
Angekommen Wisch gezeigt. Als Antwort kam nur ja kein Problem. Die Angestellte wolle es nur schnell etwas herrichten. Aber das machen ja alle so oder?

In anderen apps gab es zwar Genemigungsschreiben. Aber da stand nur das der Träger dieses Wisches Bilder machen soll. Und man es ihm genehmigen soll. Und nur der Name der App stand im Briefkopf. Aber leider keine Firma oder ähnliches. Ist mir dann auch zu unseriös gewesen.

Mich stört auch diese Geheimnis tuerei. Und wegen den paar Euro manchmal dann Streß im Laden zu bekommen schon doof. Da ja wie gesagt keiner genau weiß für wen die Daten sind. Finde so ein Generelles schreiben wäre echt besser.

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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von Nils M » 25 Jul 2017, 18:54

Fuzzy hat geschrieben:
25 Jul 2017, 14:42
Als Antwort kam nur ja kein Problem. Die Angestellte wolle es nur schnell etwas herrichten. Aber das machen ja alle so oder?
Manchmal sollen die Geschäfte aber auch gar nicht wissen, dass jemand dort ist..
Und was du dort schreibst.. genau deswegen gibt es Mystery Shopping.. sonst macht ja einfach jeder Ladenbesitzer noch eben alles i.O und die Auftraggeber von StreetSpotr erhalten "falsche" oder verfälschte Ergebnisse.

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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von Fuzzy » 25 Jul 2017, 20:21

Ja das ist mir auch bewusst. Sollte ja auch nur zeigen was dann geschieht.
Bei manchen Spots ist es ja egal ob Schreiben oder nicht.
Nur wenn es ein Schreiben geben würde was auch nur zur Sicherheit in der Tasche steckt. Würde man sich wohler fühlen. Und nicht so beobachtet. Als ob man was verbotenes macht.

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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von Sunsail » 26 Jul 2017, 10:01

Dir mag es ja Sicherheit geben. Viele werden aber "zur Sicherheit" gleich mal aus der Tasche ziehen und vorzeigen.

Hier gibt es nur 2 Möglichkeiten: Entweder es ist Mystery oder nicht.

Ach ja: Es gibt auch Spots, bei denen man ein Schreiben hat, meist bei Roamler. Hier mache ich die Valera Tabak Spots trotzdem ohne Nachfrage.
1. es geht schneller
2. es gibt keine Diskussionen über die Auslage oder über noch nicht eingeräumte Lieferungen
3. es wird nicht noch schnell umdekoriert.

Nachdem ich das erlebt habe, weiß ich, warum Mystery Mystery ist

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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von Sascha » 26 Jul 2017, 11:14

Wenn ich in einem großen Supermarkt bin, beachtet mich normalerweise keiner. Da kann man eigentlich problemlos fotografieren. Schwierig bis unmöglich wird es hingegen, wenn man in kleinen Geschäften wie Kiosken, Apotheken usw. heimlich fotografieren soll. Da steht in der Regel sofort ein Verkäufer vor mir, wenn ich den Lade betrete. Für solche Fälle sind die Schreiben echt gut.

Aber ein generelles Schreiben wird es nicht geben können. Wie sollte das funktionieren? SP kann ja schlecht die Erlaubnis erteilen, dass du in allen Geschäften, ohne Einschränkungen alles fotografieren darfst. Genauso gut könnte ich dir erlauben in jedem Rewe, darfst du alles fotografieren. Das wäre genauso ohne Wert. SP hat in den Laden ja nichts zu sagen. Dementsprechend können sie da auch keine Generalvollmacht ausstellen.

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Re: Erlaubnisschreiben

Beitrag von Thomas S. » 28 Jul 2017, 12:30

An Sunsail angeknüpft kann ich nur sagen:

Legitimationen, wie in ROAMLER, sind absolut hilfreich. Bisher hat bei mir auch NIE wer die Idee gehabt seine Zigaretten-Dekorationen umzuräumen, nur weil ich ein kleines Display auf Vorhandensein prüfen wollte. Aber kann mir gut vorstellen, dass dies im Einzelfall mal passiert...

Auf jeden Fall sind solche Überprüfungen von Platzierungen (egal ob gezieltes Display oder gezieltes Produkt) im Normalfall vom entsprechenden Lieferanten zu erwarten. Wenn ich dann also von einem österreichischen Getränkehersteller eine Legitimation von seinem Deutschen Marketing im Zweifelsfall vorzeigen kann, die eine Überprüfung ERBITTET ZU DULDEN, dann kann das nur im Interesse des Marktes, des Durchführenden und des Auftraggebers letztlich sein.

Alle Überprüfungen Mystery durchzuführen ist schlicht nicht möglich. Oder zu "gefährlich" für die Krümel-Vergütung. Da dürfen sich dann gerne andere vom Sicherheitsdienst zur Tür raus begleiten lassen. Die Preis-Ausspäungen bei ShopScout (für 10€ bei Parfümerie, Elektromarkt oder Schuhladen) diverse Produkte auf Vorhandensein und Preis zu dokumentieren ist zum Beispiel so ein Job, wo ich ohne eigenes Wissen um die Absicht durch den Auftraggeber und damit verbundene Legitimation dem Handel gegenüber definitiv die Finger 'von lasse. Der Job scheint nämlich nicht so wirklich legitim zu sein...
Dass ein Beratungsgespräch einer Promo Mystery erfolgen MUSS ist dagegen selbstverständlich und bedarf keiner Legitimation - zum Beispiel.

:roll: :roll: :roll:

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