Microjobbing und Steuern

Karhar
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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von Karhar » 16 Jan 2019, 21:02

mobilfoto hat geschrieben:
16 Jan 2019, 20:42
Karhar hat geschrieben:
16 Jan 2019, 20:16
kleinen gewerbeschein (kleingewerbeschein, mache EÜR) habe ich schon, müsste also nur nachgetragen werden.
Wenn du schon ein Gewerbe angemeldet hast, brauchst du meiner Meinung nach nichts mehr tun. Oder sind die beiden Tätigkeiten weit "auseinander", also beispielsweise Holz- und Bautenschutz oder sowas?
ja, sind weiter auseinander. sehe da kein spielraum diese beiden tätigkeiten als eins anzunehmen
und wenn ich das als laie mir schon so denke, wird es der/die bearbeiter/in beim fa sicher genauso sehen.

mobilfoto hat geschrieben:
16 Jan 2019, 20:42
Karhar hat geschrieben:
16 Jan 2019, 20:16
kleinen gewerbeschein (kleingewerbeschein, mache EÜR) habe ich schon, müsste also nur nachgetragen werden.
Ich habe dich so verstanden, dass du das bisherige Gewerbe bei der Gewerbemeldestelle als Nebengewerbe angemeldet hast und beim Finanzamt schon die Kleinunternehmerregelung gewählt hast?
Dann dürfte das ausreichen. Wie das mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) geht, weißt Du ja dann schon.
ja, korrekt verstanden. werde auch nicht mit beiden nebengewerben über die magische schwelle kommen.

macht die übermittlung vom gewerbeschein denn sinn?
will mich jetzt nicht an so an einen 10 stunden produkterhebungsmarathon beteiligen oder zwanghafte ziele anfahren müssen.
ist wie geschrieben, nur sporadischer einsatz.

Karhar
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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von Karhar » 16 Jan 2019, 21:06

und danke für die schnelle antwort

y

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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von mobilfoto » 17 Jan 2019, 08:33

Karhar hat geschrieben:
16 Jan 2019, 21:02
ja, korrekt verstanden. werde auch nicht mit beiden nebengewerben über die magische schwelle kommen.
Aus Sicht des Finanzamts ist die gewerbliche Tätigkeit wie ein Lichtschalter. Ein oder Aus. Weil es sich auf deine Person bezieht. Du bist entweder gewerblich tätig oder nicht. Ein mehrfach gewerblich tätig gibt es nicht. Deshalb musst du am Jahresende auch nur eine Steuerklärung abgeben.
macht die übermittlung vom gewerbeschein denn sinn? will mich jetzt nicht an so an einen 10 stunden produkterhebungsmarathon beteiligen oder zwanghafte ziele anfahren müssen. ist wie geschrieben, nur sporadischer einsatz.
Für mich bisher nicht. Es gibt keine Vorteile. Die Anbieter haben nur Angst, dass komplexe Aufträge dazu führen, dass der Jobber als Angestellter betrachtet würde.
Zuletzt geändert von mobilfoto am 22 Jan 2019, 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von GrünSpotter » 22 Jan 2019, 11:46

So ich muss doch auch nochmal nachfragen, weil Thema Steuern für mich was ganz neues ist.
Habe nun den ganzen Thread hier gelesen.
Wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe, versuche ich es erstmal als freiberuflich zu machen und reiche das ganze dann

so wie hier
mobilfoto hat geschrieben:
22 Jan 2018, 09:42
[...]
bzw. digital wie hier beim FA ein.
mobilfoto hat geschrieben:
04 Jan 2019, 20:52
[...]
Internet zu Hause, Handyvertrag, Smartphone, Druckerkosten etc. schaue ich mal, dass ich da ein bisschen was abzwacke. Wobei das doch am Ende eh egal ist, wenn ich unter der Grenze bleibe, weil ich doch eh nichts versteuern muss?

Wenn sie es akzeptieren ist alles paletti und ich hab keine weiteren Ausgaben/ Einnahmen.

Wenn ich Pech habe, sagen sie ich soll nen Gewerbe anmelden. Das kostet mich dann ~20€ und thepretisch nen Mitgliedsbeitrag bei der IHK, der aber bei Microjobbing aufgrund des niedrigen Umsatzes wegfällt.

Hoffe ich habe das alles richtig verstanden.. :oops:

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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von mobilfoto » 22 Jan 2019, 11:56

GrünSpotter hat geschrieben:
22 Jan 2019, 11:46
Wenn ich Pech habe, sagen sie ich soll nen Gewerbe anmelden. Das kostet mich dann ~20€ und thepretisch nen Mitgliedsbeitrag bei der IHK, der aber bei Microjobbing aufgrund des niedrigen Umsatzes wegfällt.
Hoffe ich habe das alles richtig verstanden.. :oops:
Das klingt wie gut verstanden :)

Nach einer eventuellen Gewerbeanmeldung kommt ein Fragebogen des Finanzamts zum Gewerbe. Dort wäre dann vermutlich die umsatzsteuerliche "Kleinunternehmerregelung" anzukreuzen. Dann muss nach dem Ende eines jeden Jahres zwar immer noch eine Umsatzsteuererklärung abgegeben werden (zB per ELSTER), aber die einzig beiden einzutragenden Werte sind der Umsatz des Jahres und der des Vorjahres.
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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von GrünSpotter » 22 Jan 2019, 12:52

Supi, danke!

Ach wenn ich das als Gewerbe anmelden muss, kann ich mir die Aufstellung in den Folgejahren gänzlich sparen?

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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von mobilfoto » 22 Jan 2019, 13:26

GrünSpotter hat geschrieben:
22 Jan 2019, 12:52
Ach wenn ich das als Gewerbe anmelden muss, kann ich mir die Aufstellung in den Folgejahren gänzlich sparen?
Welche Aufstellung?
Die Aufstellung über die Einnahmen und die Ausgaben? Das geht wohl schlecht, wenn wie willst du sonst deinen Gewinn ermitteln?
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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von GrünSpotter » 23 Jan 2019, 15:19

Mein Fehler. Hab das falsch gelesen, das eine ist ja aber die Einkommens- und das andere die Umsatzsteuererklärung.

Wie sieht das eigentlich mit dem Fahrtenbuch aus? Wenn ich keine Fahrten pauschal abrechne, weil ich so wieso drunter bin, kann ich mir den Aufwand doch auch sparen? Oder muss das zwangsläufig gemacht werden. Hab da bei Google grade nichts gefunden und im Thread ging es nur drum es zu erstrellen, aber nicht wie es da mit der Pflicht aussieht.

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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von mobilfoto » 23 Jan 2019, 15:42

GrünSpotter hat geschrieben:
23 Jan 2019, 15:19
Wie sieht das eigentlich mit dem Fahrtenbuch aus? Wenn ich keine Fahrten pauschal abrechne, weil ich so wieso drunter bin, kann ich mir den Aufwand doch auch sparen? Oder muss das zwangsläufig gemacht werden. Hab da bei Google grade nichts gefunden und im Thread ging es nur drum es zu erstrellen, aber nicht wie es da mit der Pflicht aussieht.
Wenn du von deinen Einnahmen gerne noch Ausgaben abziehen möchtest, musst du diese Ausgaben nachweisen. Das gilt unabhängig von der Art der Ausgaben. Die Fahrtkosten werden nachgewiesen entweder a) durch eine simple Aufstellung der für Microjobbing angefallenen Fahrten (Start-Ziel-Datum-Uhrzeit-Kilometer-Verkehrsmittel) oder b) durch ein komplexes Fahrtenbuch, in dem nicht nur die für Microjobbing angefallenen Fahrten sondern alle Fahrten des Fahrzeugs aufgeführt sind.
Die letzte Lösung b) scheint mir etwas oversized zu sein, wobei ich gehört habe, dass manche Jobcenter das neuerdings verlangen, wenn man Fahrtkosten geltend machen will. Das hat dann aber nichts mit dem Finanzamt zu tun.
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Re: Microjobbing und Steuern

Beitrag von GrünSpotter » 23 Jan 2019, 15:48

Bedeutet am Ende des Tages für mich als Student, der keine anderen Einkünft hat bzw. kein geregeltes Einkommen, dass ich mir die Aufstellung sparen kann, da ich die 256€ bis zur Einkommenssteuergrenze überschreiten darf. Hoffe ich zumindest. Sonst müsste ich ein bisschen bei Roamler improvisieren.

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